W50 Straßen
unterhaltungswagen







Als ich das erste Foto dieses Fahrzeuges erhielt, stand für mich Fest diesen mir bis dahin unbekannten Exot ins Modell umzusetzen. Mittlerweile habe ich ausreichend Bilder  verschiedener Perspektiven gesammelt um eine Umsetzung ins 1:87 realisieren zu können.


Leider konnte ich bisher keine Typenbezeichnung herausfinden und auch keine technischen Daten in Erfahrung bringen. Offensichtlich ist der Wagen mit Allradantrieb unterwegs und hat eine ähnliche Ausrüstung wie der bekannte SUR 2-1 - Aufbau zum Zweck der Straßeninstandhaltung. Am Heck befinden sich zwei Schütten für Splitt . Der Vorratsbehälter welcher mit einer Plane abgedeckt ist, kann nach hinten angekippt werden um die Schütten immer wieder zu füllen wenn die Vorräte zur Neige gehen. Im Tankbehälter wurde Bindemittel mitgeführt um den Splitt auf der Straße halbwegs haften zu lassen.

Das Vorbildfahrzeug war in Brandenburg bis nach der Wende im Einsatz.  Bildmaterial beweißt auch, entgegen meinen ersten Vermutungen dass es sich um ein Einzelstück handelt, dass in Gera ein weiteres Fahrzeug dieser Bauart, allerdings ohne Allradfahrgestell, im Einsatz war.














Zuerst entfernte ich die hinteren Kotflügel am SES-Fahrgestell des W50 und ersetzte sie aus selbstgefertigten aus Evergreen.

Unter dem Rahmen fand ein Zusatz-Allradfahrgestell aus Resin von Jano seinen Platz.
Die Verlängerung des Kabinenbodens und der Aufbau entstanden aus Evergreen. Alle Teile wurden gleich mit dem Fahrgestell verklebt, da auch alle Teile eine einheitllich schwarze Farbgebung erhalten sollten.
Da ich für den Tankaufbau kein passendes Profil zu Verfügung hatte, zersägte ich kurzerhand einen Kugelschreiber und fügte auf den Stirnseiten dünne Evergreen-Platten an.
Die Leiter ist aus einer Feuerwehr-Leiter von Brekina herausgetrennt worden.















An der Kabine ritzte ich den Ansatz der verkleidung unter der Kabine ein, beim Vorbild ist da so auch sichtbar. Zu sehen sind auch die Kardanwellen für den Allrad-Antrieb.
















Der Tritt am Heck stammt aus meiner Bastelkiste und ist ein Ätzteil von einem Schwerhäckselaufbau. Die Plane besteht übrigens aus Packpapier, ihre Farbgebung erhielt sie erst nach der Komplettlackierung mit einem Pinsel.












Der Spilttbehälter mußte aus Evergreen selbst gebaut werden, einiges an Profilen habe ich hier "verbraten".


Auch eine geätzte Maulkupplung fand ihren Platz, die Geländer bog ich aus Kupferdraht.



   Die Räder sind wie immer Resinteile von Jano.
     

   Den Aufbau habe ich zum Schluß mit einer dezenten Alterung versehen.
     

  Hier im Vergleich mit dem bekannten Aufbau SUR 2-1 von Baukema / Ballenstedt.
     

  Nun kanns losgehen, auch Modellstraßen müssen instandgehalten werden...
     

  Der Bitumenkocher muß auch mit zur Baustelle...
     

   
Die Karawane setzt sich in Bewegung...