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Der mobile Augenoptiker
Das
hier gezeigte Modell ist sicher ziemlich exotisch, und die Wenigsten
werden ein solches Fahrzeug jemals zu Gesicht bekommen haben. Aus meinem
Bildarchiv geht allerdings hervor dass es mindestens drei Exemplare mit
verschiedenen, aber sehr ähnlichen Beschriftungen gegeben hat. Diese Auflieger wurden im KRB (Kraftfahrzeug-Reparaturbetrieb) der
Wismut in Karl-Marx-Stadt hergestellt. Außerdem hat es Auflieger für
Hauswirtschaftliche Dienstleistungen, Fahrbüchereien, Imbisszüge für
Wismutkumpel und Agitationszüge ; teils mit verschiedenen Längen und
Türanordnungen gegeben. In einer Bildunterschrift eines DDR-Zeitungsartikels steht dazu folgendes geschrieben: EXPORTSCHLAGER "Der mobile Augenoptiker" aus dem VEB Carl Zeiss Jena - ein schnell
umsetzbares augendiagnostisch-handwerkliches Zentrum mit IFA W50 L als
Sattelzugmaschine - gehört zu den in vielen Ländern begehrten
Exportprodukten aus unserem Bezirk.
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Der obere Kasten aus Evergreen-Strukturplatten war relativ einfach zu bauen,
lediglich der Ausschnitt für die Tür mußte eingebracht werden. Eine glatte
Bodenplatte wurde eingebaut, um alle Seiten rechtwinklig zueinander zu bekommen. In diese Platte mußte eine Aussparung für die Treppe
eingearbeitet werden. Wie man sehen kann, hat die untere Verkleidung des
Aufliegers keine Struktur, hier wurden allerdings noch die seitlichen
Klappen eingraviert.
Das Heckteil wurde versetzt aufgedoppelt.
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Die untere Verkleidung wurde angeklebt und unter der Grundplatte nochmal Querstege zur Stabilisierung eingebracht. Später habe ich den Unterboden noch komplett verkleidet. Auch die Radläufe sind hier bereits angebracht, es sind U-Profile die in die Rundung eingeklebt wurden. |
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Die Tür ist bereits eingesetzt, sie besteht aus 0,5er Platte und
wurde von hinten eingeklebt. Eine Zwischenwand mußte eingeklebt werden um ein Verbiegen der
Seitenwände über die Länge zu verhindern und sie parallel zu halten. Auch Rückleuchten, Nebelschlußleuchte und Rückfahrscheinwerfer haben
schon am Heck Position bezogen. |
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Das Dach mußte aus zwei Teilen gefertigt werden, da das Original
umlaufend eine hervorstehende Dachkante besitzt. Hinzu kamen
reichlich Fenster, zeitaufwendige Arbeit! Zudem habe ich die Dachplatte
schleifen müssen, da sie eine Wölbung an den Außenkanten haben mußte. |
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Und verklebt sieht das Ganze von unten dann so aus... |
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Stellprobe mit der Zugmaschine meines Milchtankers, die Achse für den Auflieger lieh erstmal ein anderer Anhänger aus. |
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Die Abstützung und die Klimageräte haben ihren Platz auch schon gefunden. |
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Den Dachspoiler fertigte ich vorbildgerecht aus 0,5er Evergreen an.
Der W50 trägt auch das originale Kennzeichen, wie immer in Eigenfertigung erstellt.
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